FESTIVAL FÜR GRENZÜBERSCHREITUNGEN, AARAU, 24.-27.09.2008
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MI 24.09. 21:00-21:40 Uhr | Kunsthaus Foyer

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Mathieu Bertholet / Foofwa d'Imobilité:

Zehn Pseudo-Kritiken (CSH#2)

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Tanzsolo für einen Autor
Performance: Mathieu Bertholet
Choreografie: Foofwa d'Imobilité

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Foofwa d'Imobilite
Als Leser von Nietzsche weiss der Autor Mathieu Bertholet, dass man ohne sich zu bewegen nicht denken kann. Und schreiben schon gar nicht. Er hat deshalb den Choreografen Foofwa d'Imobilité angefragt, mit ihm ein Solo für seinen nicht für Tanz ausgebildeten Körper zu entwickeln. Auf dieser Entdeckungsreise hat der Autor gelernt, seine Muskeln zu dehnen, auf die Impulse seines Körpers zu hören, sich dem Lauf der Bewegungen hinzugeben. Er fühlt sich wohl auf seinem Laufband, auch wenn ihm dabei Leute zuschauen.

Die Performance geht an die Grenze von Bertholets physischen Möglichkeiten. In glattem Golddress rennend und schwitzend zollt er dem Körperkult Tribut. Während seinem Tanz auf dem Laufband findet er sogar den Atem, einen ironisch-erschöpfenden Kommentar zur US-amerikanischen Kultur abzugeben.

Der gebürtige Genfer Foofwa d'Imobilité gewann 1987 den Prix de Lausanne, war gefeierter Tänzer beim Stuttgarter Ballett und bei der Merce Cunningham Dance Company, bevor er sich einen Namen als avantgardistischer Choreograf machte.

Der im Wallis geborene Mathieu Bertholet hat in Berlin szenisches Schreiben studiert. Er hat zahlreiche Bühnenstücke geschrieben, die am Schauspielhaus Hamburg, an Genfer Theatern und an der Expo.02 aufgeführt wurden. Daneben hat er Stücke von Rainald Goetz und R.W. Fassbinder ins Französische übersetzt.