FESTIVAL FÜR GRENZÜBERSCHREITUNGEN, AARAU, 29.9.-2.10.2010
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Fri Oct 1, 2010 9:15 PM Theater Tuchlaube

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Boris Nikitin

Imitation of Life

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Gefälschte Bilder, gefälschte Tagebücher, gefälschte Geheimdienst-Berichte, gefälschte wissenschaftliche Protokolle, gefälschte Biographien, gefälschte Identitäten, gefälschte Dokumentationen - zu irgendeinem Zeitpunkt wurde ihnen Glauben geschenkt und mit ihrer jeweiligen Aufdeckung geriet in den Raum, was als unglaublich erscheint: dass die Wirklichkeit fingiert sein könnte.

«Imitation of Life» widmet sich dieser Fiktion in der Form eines dokumentarischen Abends über Betrug, Manipulation und die Macht der Behauptung. Im Mittelpunkt stehen eine Schauspielerin und ein Fälscher. Sie sind Verstellungskünstler, die die Fähigkeit teilen, sich als jemand anderes auszugeben. «Imitation of Life» ist ein Stück über diese Spezialisten des «als ob» und zugleich ein theatraler Seiltanz zwischen dem Gewissen und Ungewissen von Informationen.

Konzept und Regie: Boris Nikitin | Schauspiel: Beatrice Fleischlin, Malte Scholz | Bühne: PanteraPantera | Dramaturgie: Cecilie Ullerup Schmidt | Technik: Matthias Meppelink | Produktion: Hendrik Unger


Boris Nikitin, geboren in Basel, studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Giessen. Er entwickelt Performance-Projekte und arbeitet kuratorisch für Festivals und Theaterhäuser. Zusammen mit Marcel Schwald entwickelte er die Diskussionsperformance «Neverland» und veranstaltete den internationalen Workshop «quality time» für das Festival «diskurs 07». «Imitation of Life» ist die dritte Arbeit von Boris Nikitin mit dem Performer Malte Scholz. 2007 gewannen sie mit «Woyzeck» den 1. Preis der Jury beim Festival 100° in Berlin. Ihre letzten beiden Abende «Woyzeck» und «F wie Fälschung (nach Orson Welles)» sind zudem zum diesjährigen Impulse-Festival eingeladen, ebenso das Solo «my ten favorite ways to undress /a personal hitlist» von Beatrice Fleischlin.

Eine Produktion von Boris Nikitin mit Treibstoff 09/Kaserne Basel und dem Hebbel am Ufer Berlin. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.